Unsere Rinder – Kühe mit Würde

Wir sind stolz darauf, unsere Tiere artgerecht und respektvoll zu behandeln, denn wir glauben, dass dies der einzige Weg ist, um Fleisch- und Milchprodukte von höchster Qualität herzustellen. Unsere Tiere leben in natürlichen Umgebungen, haben ausreichend Platz und Zugang zu frischem Futter und Wasser. Wir glauben daran, dass nur gesunde Tiere gesunde Produkte liefern können. Wir halten Tiere der Rassen Braunvieh und Grauvieh und sind begeistert von ihrer Gesundheit, Robustheit, Natürlichkeit und Umgänglichkeit bzw. Beziehung zu uns Menschen.

Neben einer Milchkuhherde gibt es bei uns noch die gesamte Nachzucht, weibliche und männliche Kälber, Rinder/Bullen, die bis zu einem Alter von 2-3 Jahren auf unseren Flächen leben. Erst dann werden sie in der Nähe geschlachtet und das Fleisch wird über unsere Solidarischae Landwirtschaft verteilt.

Die Milchkühe

Wir melken unsere Kühe in einem Weidemelkstand. Sie geben uns sehr gehaltvolle Milch, das ist wohl den Rassen Braun- und Grauvieh eigen. Ein stressarmer Umgang ist uns sehr wichtig und wir arbeiten mit den Tieren nach den Prinzipien des “Low Stress Stockmanship”. Unsere Haltung ihnen gegenüber ist respektvoll, doch auch sie respektieren uns, was uns sehr wichtig ist. Sie sind schließlich starke, große Tiere, mit eigenem Charakter, mit Hörnern und mit Kälbern auf die sie selbstverständlich mütterlich aufpassen.

Die Milch der Kühe selbst zu verarbeiten erzeugt bei uns ein Gefühl von Wertschätzung. Es ist ein wertvoller Rohstoff den wir da erhalten. Daraus, mit schonenedem Umgang, bestmögliche Produkte zu erzeugen macht die Sache für uns erst rund. Es hat für uns auch mit der Wertschätzung der Kuh zu tun.

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Artgerechte Tierhaltung

Das bedeutet unsere Tiere können ihre natürlichen Verhaltensweisen ausleben, haben ausreichend Platz, frische Luft und Tageslicht. Bei der Behandlung von Krankheiten wird Naturheilverfahren und Homöopathie der Vorrang eingeräumt.

Ökolandbau schützt unsere natürlichen Lebensgrundlagen und fördert die Artenvielfalt

Wir verzichten bewusst auf Maximalerträge, die nur durch Intensivlandwirtschaft und Massentierhaltung erreicht werden können. Bei der Nahrungsmittelproduktion soll unsere Umwelt so wenig wie möglich belastet werden, um unsere Lebensgrundlagen langfristig zu erhalten.

Fütterung und Gesundheit

Wir fürttern unsere Kühe mit Heu und Gras, ganz natürlich. Lediglich zum Melken bekommen sie ein kleines Leckerchen, als Lockmittel und Dankeschön.

Wir halten unsere Kühe und Rinder hauptsächlich draußen auf der Weide. Dort haben sie viel Platz und können ihr Herden- und Sozialverhalten ohne Probleme ausleben.

Durch das viele Gras, welches die Haupt-Nahrungsquelle darstellt, kommen auch die Vitamine in die Milch zurück. … Was bei Milch von Kühen mit “klassischer” verbreiteter Futtermischration nicht mehr gegeben ist.

Muttergebundene Kälberaufzucht

Zu einem respektvollen und würdevollen Umgang mit den Kühen gehört für uns auch die Muttergebundene Aufzucht der Kälber. Bei uns bedeutet das, dass eine Mutter mit ihrem Kalb 1-2 Wochen ununterbrochen zusammen sein kann, danach für 3 Monate jeden Tag “tagsüber” gemeinsam verbringt und am Euter trinken kann.

Über Nacht bringen wir die Kälber während dieser 3 Monate in ihren Kälberbereich, der direkt neben dem Bereich der Kühe liegt. So stellen wir sicher, dass Mutter und Kalb jederzeit in Kontakt treten können, berühren, beschnuppern und belecken. Nur Trinken sollen sie über Nacht nicht, sodass wir am Morgen unsere Milch melken.

Die Kühe können in diesen Monaten ihr Mutter-Dasein ausleben und für ihre Kälber sorgen, sie haben ein Recht darauf! DIe Kälber werden gesäugt, ernährt und erhalten ihre Fürsorge und Mutterliebe. Sie sind dadurch sehr gesund und erlernen ein gutes Sozialverhalten was sie hinterher zu guten Herdentieren macht und wiederum weniger Stress bedeutet.

Nach den 3-4 Monaten setzen wir die Kälber dann ab, sie bleiben in ihrem gewohnten Bereich neben den Müttern, werden aber nicht mehr zum Trinken zu ihnen gelassen. Das sorgt für kurzzeitigen Unmut über die Veränderung, ist aber nicht vergleichbar mit der Trauer und der Verzweiflung die Kuh und Kalb erleben und lautstark äußern wenn man sie direkt oder kurz nach der Geburt trennt.

Um diesen kleinen Stress Moment weiterhin zu minimieren sezten wir sogenannte “nose flaps” ein, die den Kälbern für einige Tage an die Nase geklemmt werden (kein Schmerz oder Druck) und ihnen lediglich das Saugen am Euter unmöglich macht. Auf diese Weise werden sie im Beisein der Mutter von der Milch entwöhnt (was von ihnen unspektakulär hingenommen wird). So kann sich der Körper physisch auf die neue Ernährung umstellen, das Kalb ist weiterhin in gewohnter sicherer Umgebung. Im zweiten Schritt werden sie dann räumlich getrennt, bleiben aber Zaun an Zaun.

Wir sind sehr froh hier einen Weg zu finden, der uns eine Milchkuhhaltung ermöglicht, ohne diesen traumatischen Trennungsmoment bei den Tieren auszulösen. Wir sehen dies als unsere Verantwortung!